Die NASA Trampolin Studie

Bereits 1979 und 1980 (in einer Vergleichsstudie) führte die amerikanische Luft- und Raumfahrtbehörde NASA eine Studie zur Effektivität von Training auf dem Trampolin durch. Verglichen wurde mit dem Training auf einem herkömmlichen Laufband, um zu ermitteln welches Training die besseren Ergebnisse liefert.

NASA vergleicht das Trampolin mit dem Laufband

Mit vier jungen Sportlern zwischen 19 und 26 Jahren führte die NASA 1979 eine Untersuchung zum Thema Trampolinspringen durch. Verglichen wurde das Springen auf dem Trampolin in vier verschiedenen Höhen mit vier Geschwindigkeitsstufen auf dem Laufband. Gemessen wurde dabei in sechs Variablen: Dem Puls vor und nach dem Training, dem Sauerstoffverbrauch während des Trainings und der Einwirkung der G-Kräfte auf Stirn, Rücken und Knöchelgelenke.

Um einen wissenschaftlichen Vergleich zu gewährleisten, wurden alle vier Probanden mit den gleichen Schuhen und der gleichen Trainingskleidung ausgestattet, um anschließend im Namen der Wissenschaft zu springen und zu rennen.

In der ersten Phase wurden die Probanden auf das Laufband geschickt und rannten, beziehungsweise gingen und joggten, in vier verschiedenen Geschwindigkeitsstufen mit Pausen von fünf bis zehn Minuten zwischen den Läufen. Eine Woche später begaben die gleichen Probanden sich dann auf das Trampolin, um in vier verschiedenen Höhen (mit den Pausen der Vorwoche) zu springen.

Um sicher zu gehen, dass alle Probanden über eine ausreichende Technik verfügen, wurden sie vor den Tests mit den Geräten in einer separaten Session vertraut gemacht.

Stark variierende G-Kräfte überraschen Wissenschaftler

Beim Laufen waren die gemessenen G-Kräfte, also die starke Belastung bei spontaner Richtungsänderung, an den Knöcheln stets doppelt so hoch wie die gemessenen Kräfte an Rücken und Stirn. Beim Springen auf dem Trampolin dagegen, waren die G-Kräfte an allen Messpunkten identisch. So erwies sich das Trampolin als ideales Trainingsgerät für den ganzen Körper, bei dem es nicht zu plötzlichen Belastungen der Gelenke kommt.

Der Sauerstoffverbrauch und die Belastung auf den Stoffwechsel erwiesen sich beim Springen nicht höher als beim Laufen, beim entspannten Trampolinspringen ist der Sauerstoffverbrauch sogar deutlich effizienter. Die körperliche Arbeit aber, die der Körper beim Springen auf dem Trampolin verrichten muss, ist deutlich höher.

Da die Studie der NASA gezielt testete, wie das Trampolin Astronauten nach dem Aufenthalt in Schwerelosigkeit wieder an einen Normalzustand der Muskulatur heran führen kann, ist sie ein tolles Indiz dafür, dass auch Senioren oder Anfänger sich an das Trampolin heran wagen sollten. Die NASA Studie belegt jedenfalls, dass das Springen auf dem Trampolin im Fitness-Studio nicht nur ein viel effizienteres Workout für das Herz-Kreislauf-System ist, sondern auch deutlich gelenkschonender und gesünder als Jogging.

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